Zubereitung

Caffè Corretto

Caffè Corretto ist ein Espresso, der mit einem Schuss hochprozentigem Alkohol wie Grappa, Sambuca oder Brandy verfeinert wird. Der Name bedeutet wörtlich korrigierter Kaffee und stammt aus Italien, wo das Getränk traditionell nach dem Essen genossen wird.

Auch bekannt als: Corretto

Was bedeutet Caffè Corretto?

Caffè Corretto ist ein klassisches italienisches Getränk, das aus einem Espresso besteht, der mit einem kleinen Schuss hochprozentigem Alkohol verfeinert wird. Der Name bedeutet wörtlich korrigierter Kaffee und stammt aus dem italienischen Wort „correggere“ (korrigieren). Der Alkohol unterstreicht die Aromen des Espressos und rundet den Geschmack ab. Traditionell wird der Caffè Corretto nach dem Essen oder am Abend in einer Bar serviert. Er ist kein Getränk für den Morgen, sondern ein Digestif, der die Verdauung anregen soll.

Woher stammt der Caffè Corretto?

Der Caffè Corretto hat seinen Ursprung in Italien und ist dort ein fester Bestandteil der Kaffeekultur. Besonders in Norditalien, vor allem in den Regionen Veneto und Friaul, ist der Caffè Corretto mit Grappa weit verbreitet. Im Süden Italiens wird stattdessen oft Sambuca verwendet. Auch in Spanien gibt es eine ähnliche Variante namens Carajillo, die jedoch mit Brandy oder Rum zubereitet wird. Der Caffè Corretto ist kein modernes Hipster-Getränk, sondern ein traditionelles Getränk, das seit Generationen in italienischen Bars serviert wird.

Welche Alkoholsorten werden verwendet?

Die Wahl des Alkohols hängt stark von der Region ab. In Norditalien wird meist Grappa verwendet, ein trockener und klarer Schnaps aus Weintrester. Im Süden Italiens ist Sambuca, ein süßlicher Anislikör, beliebt. In Küstenregionen oder bei individueller Vorliebe kommt auch Brandy oder ein lokaler Likör zum Einsatz. Es gibt keine feste Regel, welcher Alkohol verwendet wird. Wer einen Caffè Corretto bestellt, bekommt oft das, was in der Region üblich ist.

Wie wird der Caffè Corretto zubereitet?

Die Zubereitung ist einfach: Zuerst wird ein Espresso in eine kleine Tasse gefüllt. Anschließend wird ein kleiner Schuss Alkohol, etwa 1 bis 2 Zentiliter, direkt in den Espresso gegossen. Manche rühren den Caffè Corretto kurz um, andere trinken ihn so, um die verschiedenen Aromen zu genießen. Eine besondere Variante ist der Caffè Corretto con la vena, bei dem der Alkohol als separate Schicht auf dem Espresso schwimmt, ohne vermischt zu werden. Serviert wird der Caffè Corretto heiß und wird in der Regel schnell getrunken.

Wann und wie trinkt man einen Caffè Corretto?

Der Caffè Corretto ist ein Digestif und wird traditionell nach dem Essen oder am Abend getrunken. Er soll die Verdauung anregen und den Abend ausklingen lassen. In Italien ist es üblich, den Caffè Corretto in einer schlichten Bar zu bestellen und in Ruhe zu genießen. Er ist kein Getränk für den Morgen oder für zwischendurch, sondern ein bewusster Abschluss eines Essens oder Tages. Wer den Caffè Corretto pur genießen möchte, sollte ihn langsam und in kleinen Schlucken trinken, um die Aromen voll auszukosten.

Welche Varianten des Caffè Corretto gibt es?

Neben den klassischen Varianten mit Grappa, Sambuca oder Brandy gibt es regionale Unterschiede. In einigen Regionen Italiens wird der Caffè Corretto mit Amaro, einem bitteren Kräuterlikör, zubereitet. In Spanien wird der Carajillo mit Rum oder Brandy serviert. Auch die Zubereitungsart kann variieren: Manche mischen den Alkohol direkt in den Espresso, andere lassen ihn als separate Schicht stehen. Wer experimentierfreudig ist, kann auch andere hochprozentige Alkohole wie Whisky oder Wodka verwenden, auch wenn dies nicht der Tradition entspricht.