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Interaktiv

Kaffee-Fußabdruck-Rechner

Wie viel Wasser und CO2 steckt wirklich in deiner Tasse? Wähle Getränk, Milch und Menge — der Rechner zeigt dir geprüfte Richtwerte statt Bauchgefühl.

Fußabdruck-Rechner

Dein Kaffee-Fußabdruck

Wähle dein Getränk, deine Milch und wie oft du es trinkst. CO2 und Wasserverbrauch berechnen sich live, mit Methodikhinweis.

Getränk

Referenzwert für Kuhmilch.

60ml

Becher

Ein Mehrwegbecher muss rund 20 Mal genutzt werden, um seinen eigenen Herstellungs-Fußabdruck auszugleichen — danach zählt er hier mit 0 g.

1

CO2 pro Tasse

207 g

davon ca. 93 % durch die Milch

Wasser pro Tasse

88 l

virtuelles Wasser für Anbau/Produktion

CO2 pro Tag

0.2 kg

bei 1 Tasse(n) pro Tag

Wasser pro Tag

88 l

bei 1 Tasse(n) pro Tag

Max sagt

Eher hoch

Ungesund ist hier nicht medizinisch gemeint, sondern als Umweltbelastung. Der beste Hebel ist weniger Routine und mehr Ritual: Milchmenge reduzieren oder ein kleineres Milchgetränk wählen, Hafer-, Soja- oder Mandelmilch testen, ab und zu Espresso oder Filterkaffee ohne Milch trinken.

Methodik

  • Wasser: 140 Liter virtuelles Wasser pro 125-ml-Tasse Kaffee.
  • CO2 Schwarzkaffee: 15 g CO2e pro Espresso und 75 g CO2e pro Filterkaffee.
  • Milchalternativen: prozentuale Reduktion gegenüber Kuhmilch als Richtwert.
  • Milchwasser: globaler Durchschnittswert für Kuhmilch.

Alle Werte sind Näherungen aus Lebenszyklus-Auswertungen, keine exakten Messungen für dein persönliches Getränk. Vergleichswerte wie "Autokilometer" oder "Smartphone-Ladungen" lassen wir bewusst weg, weil sie eine Scheingenauigkeit erzeugen würden.

Was steckt wirklich in einer Tasse Kaffee?

Kaffee gehört zu den Getränken, deren Umweltwirkung sich fast vollständig vor der Zubereitung abspielt: beim Anbau der Kaffeepflanze und, bei Milchgetränken, bei der Milchproduktion. Rösten und Aufbrühen selbst fallen dabei kaum ins Gewicht. Genau deshalb unterscheidet sich der Fußabdruck vor allem nach Getränkeart und Milchwahl — nicht danach, ob du mit Handfilter oder Vollautomat brühst.

Wasserfußabdruck: 140 Liter pro Tasse

Als Richtwert gelten rund 140 Liter "virtuelles Wasser" für eine 125-ml-Tasse Kaffee — vor allem Regen- und Bewässerungswasser beim Anbau der Kaffeepflanze, nicht das Wasser in deiner Tasse selbst. Bei Milchgetränken kommt der Wasserbedarf der Milchproduktion hinzu.

Milch: oft der größte Hebel

Bei Milchgetränken wie Cappuccino, Flat White oder Latte macht die Milch häufig den größten Teil des CO2-Fußabdrucks aus — deutlich mehr als der Kaffee selbst. Wer auf pflanzliche Alternativen umsteigt, senkt die Emissionen spürbar: Hafermilch rund 71 %, Sojamilch rund 68 % und Mandelmilch rund 77 % weniger Treibhausgase als Kuhmilch. Mandelmilch hat dabei einen Vorbehalt: Der Anbau ist wasserintensiv, weshalb sie beim CO2 vorne liegt, aber nicht automatisch bei Wasser.

Mehrwegbecher-Tipp

Was bringt ein Mehrwegbecher wirklich?

Ein Mehrwegbecher ist nicht automatisch ab dem ersten Gebrauch besser: Seine Herstellung verursacht selbst Emissionen, die sich erst nach ausreichend häufiger Wiederverwendung amortisieren. Als grober Richtwert gelten etwa 20 Nutzungen; je nach Material kann die Spanne deutlich höher liegen. Wer seinen Becher über Monate nutzt, liegt damit klar vorn.

Ergebnis interpretieren & weiterentscheiden

Dein Ergebnis einordnen

Kurz verstehen, warum das Ergebnis passt und was du als Nächstes tun kannst.

Häufige Fragen

1Wie viel Wasser braucht eine Tasse Kaffee?

Für eine 125-ml-Tasse Kaffee werden rund 140 Liter virtuelles Wasser angesetzt — der weitaus größte Teil entfällt auf den Anbau der Kaffeepflanze.

2Wie viel CO2 verursacht eine Tasse Kaffee?

Ein Espresso liegt bei rund 15 g CO2e, eine Tasse Filterkaffee bei rund 75 g CO2e. Bei Milchkaffee kommt die Milch als zusätzlicher, oft größerer Faktor hinzu.

3Ist Hafermilch wirklich besser für den CO2-Fußabdruck als Kuhmilch?

Ja: Als Richtwert verursacht Hafermilch rund 71 % weniger Treibhausgase als Kuhmilch, Sojamilch rund 68 % weniger, Mandelmilch rund 77 % weniger. Mandelmilch hat dafür einen deutlich höheren Wasserbedarf im Anbau.

4Lohnt sich ein Mehrwegbecher wirklich?

Ja, aber erst ab ausreichend häufiger Wiederverwendung. Je nach Material und Vergleichsstudie liegt der Break-even bei etwa 15 bis 100 Nutzungen gegenüber Einwegbechern.