Ausstattung
Padmaschine
Die Padmaschine brüht Kaffee aus vorportionierten Papierpads, indem sie heißes Wasser mit niedrigem Druck von etwa 1,4 Bar hindurchpresst. Das Prinzip wurde 2001 von Philips und Douwe Egberts unter dem Namen Senseo eingeführt und kam 2002 nach Deutschland.
Auch bekannt als: Kaffeepadmaschine, Senseo-Maschine, Pad-Kaffeemaschine
Was ist eine Padmaschine?
Eine Padmaschine ist eine Kaffeemaschine, die mit vorportionierten Papierpads statt losem Kaffeepulver arbeitet. Jedes Pad enthält rund sieben Gramm gemahlenen Kaffee, verpackt in weichem Filterpapier. Die Maschine erhitzt Wasser in einer Kammer auf knapp unter 90 Grad Celsius und presst es anschließend mit niedrigem Druck durch das Pad. Bekannt wurde das Prinzip unter dem Markennamen Senseo, den Philips und der niederländische Röster Douwe Egberts 2001 gemeinsam entwickelten. In den Niederlanden startete das System im Februar 2001, in Deutschland kam es 2002 auf den Markt. Heute ist Padmaschine im Alltag fast zum Synonym für dieses Brühprinzip geworden, obwohl inzwischen mehrere Hersteller kompatible Geräte anbieten.
Wie funktioniert das Brühprinzip?
Das Funktionsprinzip ist bewusst simpel gehalten. Nach dem Einschalten heizt die Maschine eine kleine Wassermenge auf, pumpt sie durch das eingelegte Pad und lässt den fertigen Kaffee direkt in die Tasse laufen. Der Brühdruck liegt bei etwa 1,4 Bar, also weit unter den 9 Bar einer Espressomaschine. Dieser niedrige Druck reicht aus, um die Aromen aus dem feinen Pad-Mahlgut zu lösen, erzeugt aber keine kräftige Crema wie ein Siebträger. Das Ergebnis liegt geschmacklich näher am klassischen Filterkaffee: mild, unkompliziert, mit einer leichten, kurzlebigen Crema-Schicht obenauf. Die Brühzeit pro Tasse beträgt meist unter einer Minute.
Was unterscheidet die Padmaschine von der Kapselmaschine?
Beide Systeme funktionieren nach demselben Grundgedanken: fertige Portionen statt Mahlen und Dosieren von Hand. Die technische Umsetzung und das Ergebnis unterscheiden sich aber deutlich.
- Material: Pads bestehen aus Filterpapier, Kapseln meist aus Aluminium oder Kunststoff
- Druck: Padmaschinen arbeiten mit rund 1,4 Bar, Kapselmaschinen häufig mit deutlich höherem Druck
- Geschmack: Padkaffee ähnelt Filterkaffee, Kapselkaffee kommt dem Espresso näher
- Kompatibilität: Pads sind meist herstellerunabhängig genormt, Kapseln oft an ein bestimmtes System gebunden
- Entsorgung: Papierpads sind kompostierbar, Kapseln müssen getrennt oder speziell recycelt werden
Ein eigener Glossareintrag zur Kapselmaschine geht auf dieses System im Detail ein.
Welche Vor- und Nachteile hat die Padmaschine?
Der große Vorteil liegt in der Einfachheit. Wer eine Padmaschine bedient, muss weder Mahlgrad noch Dosierung einstellen, das Pad übernimmt beides. Die Reinigung beschränkt sich auf das Entfernen des gebrauchten Pads und gelegentliches Entkalken. Dazu kommt die geringere Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller, da viele Pad-Marken in den gängigen Maschinen funktionieren. Der Nachteil ist die fehlende Kontrolle. Wer mit Mahlgrad, Brühverhältnis oder Wassermenge experimentieren möchte, stößt bei einer Padmaschine schnell an Grenzen, das Pad ist eine feste Größe. Auch die Auswahl an Röstungen und Herkünften ist kleiner als bei losem Kaffee, und Spezialitätenkaffee findet sich im Pad-Format kaum.
Für wen eignet sich eine Padmaschine?
Die Padmaschine passt zu Haushalten, die schnell und unkompliziert einzelne Tassen zubereiten wollen, ohne sich mit Mahlgrad oder Brühzeit zu beschäftigen. Sie eignet sich auch für Gäste oder Personen im selben Haushalt mit unterschiedlichen Geschmäckern, da jede Tasse einzeln und ohne Restmenge gebrüht wird. Wer dagegen Wert auf volle Kontrolle über Extraktion und Röstauswahl legt, ist mit einer Filterkaffeemaschine, einem Handaufguss oder einer Siebträgermaschine besser bedient.