Mahlen

Scheibenmahlwerk

Ein Scheibenmahlwerk zerkleinert Kaffee zwischen zwei Mahlscheiben — entweder kegelförmig (conical) oder flach (flat). Anders als ein Schlagmahlwerk erzeugt es einen gleichmäßigen Mahlgrad, was für eine saubere Extraktion entscheidend ist. Flache Scheiben gelten als präziser, kegelförmige als langlebiger und leiser. Die Basis jeder guten Mühle.

Auch bekannt als: Burr Grinder, Mahlwerk

Ein Scheibenmahlwerk (auch Flat Burr Grinder genannt) mahlt Kaffee zwischen zwei parallel angeordneten, ringförmigen Mahlscheiben. Im Gegensatz zum Kegelmahlwerk liegen die Scheiben horizontal übereinander – die obere dreht sich, die untere steht fest. Das Mahlgut wird durch die Zentrifugalkraft nach außen gedrückt und dabei zwischen den Scheiben zerkleinert. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges, homogenes Mahlbild, das vor allem im Espresso-Bereich und im Specialty-Coffee-Umfeld hochgeschätzt wird.

Wie funktioniert ein Scheibenmahlwerk?

Die beiden Mahlscheiben bestehen aus gehärtetem Stahl oder Titan und sind mit präzise gefrästen Zähnen und Rillen versehen. Die Bohnen fallen durch den Trichter in die Mitte der Scheiben und werden durch die Rotation nach außen geführt, während der Spalt zwischen den Scheiben sie schrittweise zerkleinert. Die Mahlgradeinstellung erfolgt durch Veränderung des Abstands zwischen den beiden Scheiben – je kleiner der Spalt, desto feiner das Mahlgut. Hochwertige Scheibenmahlwerke arbeiten mit niedrigen Drehzahlen, um Wärmeentwicklung zu minimieren und die Aromastoffe des Kaffees zu schonen.

Vorteile und Nachteile im Überblick

  • Sehr gleichmäßige Partikelgrößenverteilung – ideal für Espresso und präzise Extraktionen
  • Hohe Reproduzierbarkeit – einmal eingestellter Mahlgrad liefert konsistente Ergebnisse
  • Beliebt in professionellen Cafés und bei Homebaristaen mit hohem Qualitätsanspruch
  • Tendenziell größer und schwerer als Kegelmahlwerke – weniger kompakt im Heimbereich
  • Höherer Retention (Kaffeerückstände im Mahlwerk) im Vergleich zu manchen Kegelmahlwerken – Spülen vor dem Mahlvorgang empfohlen
  • Preis für Qualitätsgeräte liegt deutlich höher als bei vergleichbaren Kegelmahlwerken