Zubereitung
Mokka
Mokka hat zwei Bedeutungen, die gern verwechselt werden. Einmal bezeichnet es einen sehr fein gemahlenen, ungefilterten Kaffee aus dem Kännchen (Ibrik), wie in der Türkei und im arabischen Raum. Zum anderen steht der Name historisch für die jemenitische Hafenstadt Mokka, einst Drehscheibe des Kaffeehandels — daher auch die schokoladige Geschmacksassoziation.
Auch bekannt als: Mocha, Moka
Mokka ist einer der ältesten Kaffeebegriffe überhaupt – und gleichzeitig einer der am häufigsten missverstandenen. Je nach Kontext meint er eine bestimmte Bohnenherkunft aus dem Jemen, eine klassische Zubereitungsmethode mit der Mokka-Kanne oder in manchen Ländern einfach einen starken kleinen Kaffee. Wer im Kaffee-Bereich nicht aneinander vorbeiredet, sollte die Unterschiede kennen.
Mokka als Herkunft: Die Hafenstadt und ihre Bohnen
Der Name stammt von der jemenitischen Hafenstadt Al-Mukha (Mocha), über die ab dem 15. Jahrhundert Kaffee in die ganze Welt verschifft wurde. Jahrhundertelang war sie der einzige Kaffee-Exporthafen weltweit. Jemenitischer Mokka gilt bis heute als eine der komplexesten und wildesten Herkunftskaffees – oft naturfermentiert, mit Noten von Schokolade, getrockneten Früchten, Tabak und Gewürzen. Kein anderer Ursprung schmeckt so.
Die Mokka-Kanne: Zubereitung mit Druck und Hitze
Die Moka Pot – in Deutschland oft Espressokanne genannt – wurde 1933 von Alfonso Bialetti erfunden und ist bis heute ein Küchenklassiker. Wasser im unteren Behälter erhitzt sich, Dampfdruck drückt das Wasser durch das Kaffeemehl nach oben in die Kanne. Das Ergebnis ist kräftig, vollmundig und enthält mehr gelöste Feststoffe als Filterkaffee, aber weniger als echter Espresso aus der Siebträgermaschine. Ein paar Dinge machen den Unterschied:
- Mittelfeine Mahlung verwenden – nicht so fein wie für Espresso, sonst steigt der Druck zu stark
- Heißes Wasser in den Unterteil füllen – das schont das Kaffeemehl und verhindert Überextraktions-Bitterkeit
- Niedrige bis mittlere Hitze – sobald Kaffee sprudelnd hochkommt, Herd sofort runterschalten
- Nicht tampen – das Kaffeemehl nur locker in den Filter füllen, kein Druck nötig
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