Zubereitung
Eiskaffee
Eiskaffee ist nicht gleich Cold Brew. Klassischer Eiskaffee wird heiß gebrüht und dann über Eis gekühlt (»Japanese Iced« oder als Eiskaffee mit Eis und Sahne). Cold Brew dagegen zieht von Anfang an kalt. Heiß gebrühter, schnell gekühlter Kaffee behält mehr Säure und Aroma, Cold Brew ist milder. Beide haben im Sommer ihre Berechtigung.
Auch bekannt als: Iced Coffee, Cold Coffee
Eiskaffee ist nicht gleich Eiskaffee. Was in Deutschland klassisch als eine Kugel Vanilleeis im Kaffeeglas mit Sahnehaube daherkommt, hat wenig gemein mit dem, was Specialty-Coffee-Fans unter Cold Brew, Iced Latte oder Japanese Iced Coffee verstehen. Der Begriff deckt ein breites Spektrum ab — vom Sommerdessert bis zur ernsthaften Extraktion bei niedrigen Temperaturen. Entscheidend ist, was du daraus machen willst: kühles Dessert oder konzentrierter Kaffeegenuss.
Die wichtigsten Zubereitungsarten im Überblick
Je nach Methode entstehen völlig unterschiedliche Geschmacksprofile. Cold Brew zieht 12 bis 24 Stunden kalt und liefert ein weiches, säurearmes Ergebnis. Japanese Iced Coffee brüht direkt auf Eis — heiß extrahiert, sofort schockgekühlt — und behält dabei deutlich mehr Fruchtigkeit und Helligkeit. Ein Iced Latte basiert auf einem Espresso-Shot über Eis mit Milch, während der klassische deutsche Eiskaffee Vanilleeis, kalten Kaffee und Schlagsahne kombiniert.
- Cold Brew: Grob gemahlener Kaffee, Verhältnis ca. 1:8, 12–24 Std. im Kühlschrank ziehen lassen
- Japanese Iced Coffee: Hälfte des normalen Wassers durch Eis ersetzen, direkt darüber aufbrühen (Pour-over oder Chemex)
- Iced Latte: Doppelter Espresso über Eis, aufgefüllt mit kalter Milch — kein Mixer, kein Blender
- Klassischer Eiskaffee: Gekühlter starker Filterkaffee, Vanilleeis, Schlagsahne — eher Dessert als Kaffeegetränk
Worauf es bei der Bohne ankommt
Kälte dämpft die Wahrnehmung von Bitterkeit und Säure — das verändert, welche Bohne gut funktioniert. Für Cold Brew eignen sich mittlere bis dunklere Röstungen gut, weil die langen Ziehzeiten bei helleren Bohnen schnell überextrahiert und grasig wirken. Für Japanese Iced Coffee und Iced Lattes hingegen lohnt sich eine helle, fruchtige Röstung: Die schnelle heiße Extraktion bewahrt die flüchtigen Aromen, die auf Eis besonders gut zur Geltung kommen. Verwende immer frisch gemahlenen Kaffee — abgestandenes Mahlgut schmeckt kalt noch deutlich flacher als heiß.
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