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Kaffee Weltweit

Frucht im Tank: Warum Co-Fermented Coffee gerade überall auftaucht

Fruchtige Fermentation ist eines der auffälligsten Signale im Specialty Coffee. Was dahintersteckt und warum die Szene sich uneinig ist.

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2026-06-29 · 3 Min. Lesezeit

Kaffeekirschen und Fruchtstücke gemeinsam in einem geschlossenen FermentationstankKI-generiertes Bild

Fruchtige Fermentation gehört zu den auffälligsten Signalen im Specialty Coffee dieses Jahres. In der Szene selbst ist der Trend allerdings umstritten.

Was als Experiment in kolumbianischen Micro-Lots begann, läuft jetzt durch die Mühlen hiesiger Röster: Fruit-fermented Coffee. Anaerob fermentierte Bohnen, bei denen Früchte wie Ananas oder Maracuja mit in den Tank kommen. Anders als beim nachträglichen Aromatisieren wirkt die Frucht dabei während der Fermentation auf die Bohne ein.

Bei einem Teil der Käufer verschiebt sich der Geschmack: weg von schokoladig-erdigen Profilen, hin zu ausgeprägter Fruchtsäure. Die Röstereien reagieren darauf.

Sorten mit Ananas- oder Maracuja-Profil können bei einzelnen Röstereien schnell ausverkauft sein. Der Aufbereitungsaufwand ist hoch, entsprechend liegen die Preise über denen klassisch aufbereiteter Lots.

Einig ist sich die Szene dabei nicht. In einer Branchenumfrage finden 37 Prozent der Befragten solche Kaffees spannend, 33 Prozent sprechen ihnen den Platz im Specialty Coffee ab. Kritiker halten den Verarbeitungseinfluss für zu dominant: Herkunft und Sorte träten hinter das Profil aus dem Tank zurück.

Wer ein Paket mit dem Label „Co-Fermented" sieht und neugierig ist: nicht zu lang warten.

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