Zum Inhalt springen

Kaffee News

Kaffeepreise: Börse schwankt, der Supermarkt zieht erst später nach

Arabica und Robusta gaben nach dem Rekordhoch von Anfang 2025 deutlich nach, zogen zuletzt aber wieder an. Im Einzelhandel kommt beides nur verzögert an.

Zurück zu den News

2026-06-23 · 5 Min. Lesezeit

Kaffeepreise fallen an der Börse, Supermarkt zieht nachKI-generiertes Bild

Im Februar 2025 notierte Arabica auf dem höchsten Stand aller Zeiten: rund 440 US-Cent pro Pfund. Danach gaben die Terminmarktpreise deutlich nach; im Juni 2026 lag Arabica bei 273 bis 297 US-Cent pro Pfund, Robusta bei rund 3.400 US-Dollar pro Tonne. Seither ist der Kurs allerdings wieder gestiegen: Ende Juli 2026 notierte Arabica bei rund 320 bis 327 US-Cent pro Pfund und lag damit im Zwölfmonatsvergleich leicht im Plus. Von einem stabilen Abwärtstrend lässt sich also nicht sprechen.

Wer seinen Kaffee im Supermarkt kauft, merkt davon bislang wenig. Röstereien kaufen Rohware mit langem Vorlauf ein und arbeiten laufende Verträge ab. Bis eine Preisänderung am Rohstoffmarkt im Regal ankommt, vergehen deshalb je nach Vertragslage in der Regel mehrere Monate.

Die prognostizierte Rekordernte aus Brasilien könnte den Abwärtstrend am Terminmarkt weiter stützen. Auf der anderen Seite warnen Marktbeobachter vor klimabedingten Ernteausfällen in anderen Anbauregionen, die neue Preisschübe auslösen könnten.

Wie stark der Preisdruck bereits wirkt, zeigt der Tchibo Kaffeereport 2026: Die Kaffeepreise in Deutschland sind seit 2020 um 57 Prozent gestiegen, fast jeder Zweite hält Kaffee inzwischen für ein Luxusgut, und 85 Prozent der Befragten bevorraten sich gezielt bei Sonderangeboten. Der Report beruht auf einer Umfrage unter 1.500 Kaffeetrinkenden.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei die erste Person, die etwas schreibt!

Schreib einen Kommentar

Kommentare werden vor der Veröffentlichung moderiert.

Weitere News

Passende Artikel