Bohne & Anbau

Caturra

Caturra ist eine natürliche Zwergvarietät der Bourbon-Kaffeepflanze mit kompaktem Wuchs und höherem Ertrag. Sie überzeugt durch süße, saubere Aromen mit lebendiger Säure und ist besonders in Mittel- und Südamerika verbreitet.

Auch bekannt als: Caturra-Varietät

Was bedeutet Caturra?

Caturra ist eine natürliche Zwergmutation der Bourbon-Kaffeepflanze. Sie wurde in den 1930er-Jahren im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais entdeckt. Im Gegensatz zur ursprünglichen Bourbon-Pflanze wächst Caturra kompakter und erreicht nur etwa die Hälfte der Höhe. Diese Eigenschaft ermöglicht eine dichtere Bepflanzung auf den Feldern und vereinfacht die Ernte.

Die Bohnen der Caturra-Varietät sind kleiner als bei Bourbon, aber geschmacklich bleibt sie diesem sehr ähnlich. Typisch sind süße, saubere Aromen mit einer lebendigen Säure und einer ausgewogenen Körperstruktur.

Warum ist Caturra wichtig für den Kaffeeanbau?

Für Kaffeebauern ist Caturra aus mehreren Gründen attraktiv. Der kompakte Wuchs führt zu einem höheren Ertrag pro Fläche, da mehr Pflanzen auf demselben Feld Platz finden. Gleichzeitig ist die Pflege und Ernte einfacher als bei größeren Pflanzen. Diese Eigenschaften machen Caturra zu einer der praktischsten und am weitesten verbreiteten Varietäten in Mittel- und Südamerika.

Trotz ihrer Anpassungsfähigkeit bleibt die Qualität des Kaffees hoch. Caturra-Kaffee wird oft für seine klare, fruchtige Säure und seine süßen Noten geschätzt. Allerdings ist die Pflanze anfälliger für Schädlinge und Krankheiten als einige robustere Varietäten.

Wo wird Caturra angebaut?

Caturra ist vor allem in Mittel- und Südamerika verbreitet. Zu den wichtigsten Anbauländern gehören Kolumbien, Costa Rica, Brasilien, Guatemala und Peru. In diesen Regionen gedeiht die Varietät besonders gut in Höhenlagen zwischen 800 und 1.800 Metern.

Die Anbaubedingungen ähneln denen von Bourbon, da Caturra aus dieser Pflanze hervorgegangen ist. Allerdings benötigt sie etwas mehr Pflege, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen zu erhalten. In Ländern wie Kolumbien ist Caturra eine der am häufigsten angebauten Varietäten und prägt dort das lokale Kaffeearoma.

Wie schmeckt Caturra-Kaffee?

Caturra-Kaffee zeichnet sich durch ein süßes, sauberes Geschmacksprofil aus. Typisch sind Noten von Karamell, Honig und leichter Frucht, oft begleitet von einer lebendigen Säure wie Apfel oder Zitrus. Der Körper ist meist mittelkräftig, mit einer ausgewogenen Balance zwischen Süße und Säure.

Im Vergleich zu Bourbon kann Caturra etwas heller und lebendiger wirken, besonders wenn sie in höheren Lagen angebaut wird. Die Röstung spielt ebenfalls eine große Rolle: Bei hellen Röstgraden kommen die fruchtigen und blumigen Noten stärker zur Geltung, während dunklere Röstungen die süßen, karamelligen Aromen betonen.

Ist Caturra mit Bourbon verwandt?

Ja, Caturra ist eng mit der Bourbon-Varietät verwandt. Sie entstand durch eine natürliche Mutation des Bourbon-Baums, die zu einem kompakteren Wuchs führte. Trotz der geringeren Größe behielt Caturra das typische Geschmacksprofil von Bourbon bei: süß, sauber und mit einer lebendigen Säure.

Genetisch betrachtet ist Caturra eine Unterart oder Variante des Bourbon. Beide gehören zur Gruppe der Arabica-Kaffeepflanzen und teilen viele gemeinsame Merkmale. Für Kaffeeliebhaber bedeutet das, dass Caturra-Kaffee oft ähnliche Aromen wie Bourbon bietet, aber mit einer eigenen Note.

Woher kommt der Name Caturra?

Der Name Caturra stammt aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, wo die Mutation in den 1930er-Jahren entdeckt wurde. Der Begriff leitet sich vermutlich von lokalen Dialekten oder indigenen Sprachen ab, wobei die genaue Herkunft nicht vollständig geklärt ist.

In Brasilien wird der Name oft mit der Region oder lokalen Anbaugebieten in Verbindung gebracht. Heute ist Caturra jedoch ein international bekannter Begriff und steht für eine der wichtigsten Kaffeevarietäten in der modernen Kaffeeproduktion.