Bohne & Anbau
Pacamara
Pacamara ist eine Arabica-Hybridvarietät aus der Kreuzung von Pacas und Maragogipe, bekannt für ihre außergewöhnlich großen Bohnen und komplexen, oft fruchtigen Aromen. Sie entstand in den 1950er Jahren in El Salvador und zählt zu den begehrtesten Varietäten im Specialty Coffee.
Auch bekannt als: Pacamara Varietät
Was bedeutet Pacamara?
Pacamara ist eine Arabica-Hybridvarietät, die in den 1950er Jahren in El Salvador durch die Kreuzung der beiden Varietäten Pacas und Maragogipe entstand. Der Name setzt sich aus den Namen der Elternpflanzen zusammen. Pacamara ist vor allem für ihre ungewöhnlich großen Bohnen bekannt, die auch als „Elefantenbohnen“ bezeichnet werden. Diese Größe ist ein genetisches Merkmal des Maragogipe-Elternteils. Die Varietät hat sich zu einer der gefragtesten im Specialty Coffee entwickelt, da sie komplexe Aromen mit fruchtigen, blumigen und manchmal schokoladigen Noten bietet. Besonders hochwertige Pacamara-Bohnen stammen aus Anbaugebieten wie El Salvador, Guatemala und Honduras, wo sie bevorzugt in Höhenlagen über 1.200 Metern angebaut werden.
Wo wird Pacamara angebaut?
Pacamara wird vor allem in Mittelamerika angebaut, wobei El Salvador als Ursprungsland gilt. Weitere wichtige Anbaugebiete sind Guatemala und Honduras. Die Pflanze gedeiht besonders gut in höheren Lagen über 1.200 Metern über dem Meeresspiegel, da diese Bedingungen die Entwicklung der komplexen Aromen fördern. In El Salvador gehören Pacamara-Bohnen regelmäßig zu den Gewinnern des renommierten Wettbewerbs Cup of Excellence, was ihre hohe Qualität unterstreicht. Die Anbaubedingungen, einschließlich des Klimas und der Bodenbeschaffenheit, spielen eine entscheidende Rolle für das endgültige Geschmacksprofil der Bohnen.
Wie schmeckt Pacamara?
Das Geschmacksprofil von Pacamara ist ausgesprochen vielschichtig und zeichnet sich durch intensive Fruchtigkeit, blumige Noten und einen langen Abgang aus. Je nach Anbaugebiet und Aufbereitungsmethode können auch schokoladige oder nussige Nuancen auftreten. Die großen Bohnen dieser Varietät ermöglichen eine langsame und gleichmäßige Röstung, wodurch die komplexen Aromen optimal zur Geltung kommen. Besonders gut aufbereitete Pacamara-Bohnen aus El Salvador oder Guatemala überzeugen oft mit einer ausgewogenen Säure und einer intensiven Süße. Die Fruchtnoten reichen von Beeren über Zitrus bis hin zu tropischen Früchten, während die blumigen Noten an Jasmin oder Lavendel erinnern können.
Warum sind Pacamara-Bohnen so groß?
Die Größe der Pacamara-Bohnen ist ein direktes Erbe der Maragogipe-Varietät, einer der beiden Elternpflanzen. Maragogipe ist bekannt für ihre besonders großen Bohnen, die auch als „Elefantenbohnen“ bezeichnet werden. Dieses genetische Merkmal wurde an die Pacamara weitergegeben. Die Größe der Bohnen hat Auswirkungen auf die Röstung und Extraktion: Durch das höhere Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis benötigen Pacamara-Bohnen etwas mehr Zeit im Röster, um gleichmäßig durchzuwärmen. Gleichzeitig ermöglicht die Größe eine intensivere Entwicklung der Aromen während des Röstprozesses.
Wie röstet man Pacamara am besten?
Aufgrund ihrer Größe und Dichte erfordert Pacamara eine angepasste Röststrategie. Hell bis mittel geröstete Pacamara-Bohnen entfalten ihre fruchtigen und blumigen Noten am besten, während zu dunkle Röstungen die feinen Nuancen überdecken können. Die längere Röstzeit sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und verhindert, dass die Bohnen außen verbrennen, bevor sie innen durchgegart sind. Wichtig ist, die Röstung langsam und kontrolliert durchzuführen, um die komplexen Aromen zu erhalten. Viele Röstereien empfehlen eine Rösttemperatur zwischen 190 und 210 Grad Celsius, je nach gewünschtem Röstgrad und Maschine.