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Cold Brew: Warum der Trend nicht aufhört

Cold Brew wächst in Nordamerika mit rund 20 Prozent pro Jahr. In Europa zieht der RTD-Kaffee-Markt mit etwa 7 Prozent CAGR nach. Was hinter dem Dauerboom steckt.

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2026-06-13 · 3 Min. Lesezeit

Cold Brew: Warum der Trend nicht aufhört

Jedes Jahr dasselbe: Sobald die Temperaturen steigen, füllen sich die Kühlregale mit . Was vor einigen Jahren noch eine Nische war, ist heute fester Bestandteil des Kaffeesortiments — im Supermarkt, im Café, im Fitnessstudio. Der Markt wächst, und er wächst schnell. In Nordamerika liegt das jährliche Wachstum des Cold-Brew-Segments bei rund 20 Prozent — das ermittelten mehrere unabhängige Marktforschungsfirmen übereinstimmend für den Zeitraum bis 2030. Auch wenn die konkreten Zahlen zwischen den Anbietern leicht variieren: Die Größenordnung ist klar. Cold Brew ist kein Hype, der sich abschwächt. Er ist ein struktureller Wachstumsmarkt. In Europa ist das Tempo etwas gedämpfter, aber stabil. Der Markt für Ready-to-Drink-Kaffee (RTD) — zu dem Cold Brew als größte Unterkategorie gehört — wächst mit rund 7 Prozent CAGR bis 2034. Deutschlandspezifische Zahlen liegen nicht verlässlich vor, aber die Entwicklung in den Cafés und im Handel ist sichtbar: Mehr Produkte, mehr Sorten, mehr Preispunkte. Warum wächst der Markt so kontinuierlich? Drei Gründe spielen zusammen. Erstens: der Geschmack. Cold Brew wird über viele Stunden kalt extrahiert, was den Säuregehalt senkt und einen milden, leicht süßlichen Kaffee ergibt — ohne Bitterkeit. Das spricht Menschen an, die heißen Kaffee als zu scharf empfinden. Zweitens: die Convenience. Eine Flasche Cold Brew aus dem Kühlschrank, fertig. Kein Aufbrühen, kein Warten, kein Equipment. Drittens: die Ästhetik. Cold Brew ist fotogen, passt zur Fitness-Kultur und lässt sich gut mit Milchalternativen kombinieren. Für Heimbrauer ist Cold Brew denkbar einfach herzustellen. Grob gemahlener Kaffee, kaltes Wasser, 12 bis 24 Stunden ziehen lassen, abfiltern — fertig. Das Verhältnis liegt meist bei 1:8 bis 1:10 (Kaffee zu Wasser). Wer es konzentrierter mag, geht auf 1:5 und verdünnt beim Trinken nach Geschmack. Gekühlter Cold Brew hält sich im Kühlschrank problemlos eine Woche. Der Unterschied zwischen Cold Brew und ist wichtig: Eiskaffee ist in der Regel heißer Kaffee, der über Eis gegossen wird. Die schnelle Abkühlung verändert das kaum. Cold Brew entsteht von Anfang an bei niedrigen Temperaturen — das ergibt ein fundamental anderes . Weniger Säure, andere Aromastoffe, weicherer . Welche Bohnen eignen sich? Helle Röstungen bringen Fruchtigkeit und Komplexität, dunkle geben mehr Körper und Schokoladenaromen. Für den Einstieg empfehlen sich mittelgeröstete Bohnen aus Lateinamerika — sie sind tolerant gegenüber langen Extraktionszeiten und liefern zuverlässig ein angenehmes Ergebnis. Der Trend geht weiter. Und wer noch keinen Cold Brew selbst gemacht hat, hat den einfachsten Einstieg in die Kaffeezubereitung noch vor sich.

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